
Team Toppings untersucht kreative Gruppenarbeit und hebt die Bedeutung von Vielfalt, konstruktivem Feedback und kollektiver Herausforderung hervor. Es zeigt, wie kreative Prozesse durch gezielte Zusammenarbeit erfolgreicher und innovativer gestaltet werden können.
Leseprobe:
Lasst irritierende Momente nicht einfach verstreichen.
Manchmal gibt es im Team-Meeting diese unangenehmen Momente: Jemand sagt etwas Irritierendes, und plötzlich herrscht Stille. Anstatt die Situation zu klären, geht das Gespräch weiter, als wäre nichts passiert. Solche Momente fühlen sich unangenehm an, sind aber eine echte Chance für das Team.
Denn wenn Teams lernen, solche Situationen direkt offen anzusprechen, sparen sie Zeit und beugen Missverständnissen vor. Häufig entfallen dann auch nachträgliche Einzelgespräche, weil das Problem sofort im Team gelöst wird. Dadurch wachsen Vertrauen und Offenheit – beides wichtige Bausteine für ein starkes, agiles Team.
Um genau in diesen Momenten besser zu handeln, gibt es ein einfaches, aber wirksames Hilfsmittel: Strangy. Die Idee dahinter: Sobald jemand spürt, dass etwas seltsam ist, kann er ein Signal geben, ohne die Situation direkt benennen zu müssen. Das funktioniert entweder durch das Hochhalten einer kleinen Karte (bei Meetings vor Ort) oder durch das Posten eines Bildes im Chat (bei Online-Meetings). Dieses Signal markiert den Moment: Hier stimmt etwas nicht, lasst uns das klären. Der große Vorteil dabei ist, dass niemand allein den Mut aufbringen muss, die Situation anzusprechen. Das Signal reicht aus, und häufig erkennen andere im Team, dass sie das gleiche Gefühl hatten.
Entweder nutzt du Strangy zunächst für dich selbst und erklärst es dem Team, wenn sich eine passende Gelegenheit ergibt. Oder das Team führt es direkt als gemeinsame Methode ein, bei der alle die Strangy-Karte nutzen dürfen. Egal, ob spontan oder geplant, die Methode entfaltet ihre Wirkung, sobald die ersten Teammitglieder das Signal geben.
Dann geht es darum, die Situation zu klären. Hilfreiche Fragen sind etwa: „Was genau hat uns irritiert?“, „Wer fühlt sich noch unsicher?“, oder „Was machen wir jetzt damit?“. Ziel ist es, die Unsicherheit aufzulösen und gemeinsam zu einer Lösung zu kommen. Mit der Zeit wird das Team sicherer und schneller darin, solche Momente zu erkennen und zu klären.
Damit die Methode gut funktioniert, braucht es Ermutigung. Wenn jemand im Team die Strangy-Karte nutzt, sollte dies positiv verstärkt werden. Ein einfaches “Danke, dass du das markiert hast” reicht oft schon aus, um die Hemmschwelle für andere zu senken.
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